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Individualisierung

"Individualisierung - Das Geheimnis guter Schulen"

Inhaltsangabe gemäss DVD:

"25 Kurzfilme zeigen das A und O guter Schulen. Diese Schulen ermöglichen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche beim Lernen eigene Wege geht, auch Umwege und Irrwege. Denn gelingen kann nur das, was auch scheitern darf. Eigensinn und Fehler sind Entwicklungspotentiale. Das war nicht gerade die Formel bisherigen Schulalltags. Die in den letzten Jahren aufgekommene Diskussion über die „Individualisierung des Lernens" reagiert auf die Krise der Lernfabrik und erinnert daran, dass jedes Kind seine eigene Geschichte hat. Jeder Mensch ist eine Primzahl, teilbar nur durch eins und sich selbst.

Verschiedenheit braucht allerdings Gemeinschaft, denn Individuen erblühen erst unter ihrem Schutz. Individualisierung ist ein Kultivierungsprozess. Ein Individuum zu sein, heißt noch gar nichts. Schulen schulden den Kindern Sicherheit, damit sie auf festem Boden wagen sie selbst zu werden.

Die Individualisierung des Lernens bedeutet also nicht etwa Vereinzelung. Im Gegenteil. Individualisierung und Gemeinschaft sind zwei Seiten einer Medaille. Ihr Zusammenspiel ermöglicht die Abenteuer des Zusammenlebens - auch das mit sich selbst. Eigentlich ist das selbstverständlich, wurde aber im Industriezeitalter missachtet. Viele Menschen sollten wie Maschinenmodule funktionieren. Sie wurden isoliert. Sie mussten im Gleichschritt „lernen". Dabei wurde das Lernen häufig mit Belehren verwechselt und ihnen verleidet. Vor 400 Jahren hat es Johann Amos Comenius, der Begründer der modernen Pädagogik, bereits deutlich gesagt: „Lehrer, lehrt weniger, damit die Schüler mehr lernen können!"

Die DVD gibt mit 25 Filmclips in insgesamt drei Stunden Einblicke in den gelungenen Alltag. Gezeigt werden Schulen, in denen Kinder und Jugendliche (aber auch Lehrerinnen und Lehrer) Fehler machen dürfen. Schulen, die keine Angst machen, in denen aber die Schüler Angst haben dürfen und allerdings keine Angst vor der Angst mehr haben müssen.

Die filmischen Expeditionen führen zunächst in skandinavische Kindergärten und zeigen, wie in der Schweiz Kindergarten und Schule gemischt werden. Weiter geht es zu Schulen in Kanada, Finnland, Schweden und Deutschland. Man erlebt wie Lehrer Gastgeber werden, und - kaum zu glauben - wie Kinder in einem dreiwöchigen Sommercamp einen „Kompetenzzuwachs" in ihrer sprachlichen Fähigkeit erreichen, der den Fortschritt eines Schuljahres übersteigt. Schließlich überlegen Wissenschaftler, was es heißt Abschied von der Belehrung zu nehmen und sich in eine Wissensgesellschaft aufzumachen."

Filmausschnitt